Nachwuchs Workshop 2014

Am 14. Juni 2014 fand in Malters der zweite Workshop zum Thema „Nachwuchs“, organisiert vom Vorstand der Region Zentralschweiz, statt. Zahlreiche Teilnehmer aus der gastgebenden Region, sowie aus der Region Nordwestschweiz haben sich um neun Uhr morgens im Säli des Restaurants Muoshof eingefunden.

Der Workshop hatte den Informationsaustausch bezüglich der Nachwuchsförderung in den Orchestern, mit dem Hauptgehalt dem Kontakt zu den lokalen Musikschulen, zum Ziel.

Christian Besmer, der Präsident der Region Zentralschweiz eröffnete den Anlass mit einer kurzen Begrüssung und einer Vorstellungsrunde.

Anschliessend übergab er das Wort an die Referentin Jovita Tuor, welche lange Zeit als Musikschulleiterin tätig war und seit diesem Jahr die Co-Geschäftsführerin des Verbandes Musikschulen Schweiz ist. Zu Beginn informierte sie über die Schweizer Musikverbände, deren Aufgaben und Ziele und vor allem deren Jugendförderung. Speziell hervorgehoben hat sie die stetig wachsende Bedeutung der Musik als Teil der Bildung, der wissenschaftliche Erkenntnisse zugrunde liegen.
Auch in Bezug auf die Verbindung der Politik und der Musik (Umsetzung des Verfassungsartikels 67a - Musikalische Bildung) hat die ehemalige Musikschulleiterin Stellung genommen. Die Förderung der Jugendlichen durch Wettbewerbe sei nach wie vor sehr wichtig. Es sei erstaunlich, wie gerne sich Kinder untereinander messen und wie sich die jungen Leute auch nach einem Platz hinter dem Podest für den nächsten Wettbewerb motivieren können.

Im Anschluss folgten weitere Informationen zum Verband der Musikschulen Schweiz, welcher die Dachorganisation der lokalen und regionalen Schweizer Musikschulen, sowie ihrer kantonalen und interkantonalen Verbände ist. Der Verband agiert mit dem Slogan „vorausgehen-verbinden-unterstützen“. Anschliessend bekamen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einen interessanten Einblick in verschiedene Statistiken, welche im Auftrag des VMS erhoben wurden. Zum Schluss zeigte Jovita Tuor den Aufbau der musikalischen Bildung, von der Grundausbildung bis zur Orchestermitgliedschaft an den Schweizer Musikschulen auf und wies auf die grossen Unterschiede von Kanton zu Kanton wie von Musikschule zu Musikschule hin. Sie ermunterte die Teilnehmer, den Kontakt zu den Musikschulen zu suchen, um in der Nachwuchsförderung weiterzukommen, im Sinne von „Gemeinsam sind wir stark“. Gemeinsame unvergessliche und nachhaltige Projekte wie Wettbewerbe, Musiklager, Cross-over Projekte etc. sollen zu weiteren Erfolgen verhelfen.

Es folgte eine Diskussionsrunde unter der Moderation von Christian Besmer. Einige Diskussionspunkte aufgegriffen:

-    Was können die Orchester von den Musikschulen erwarten und wo müssen sie selber die Initiative ergreifen? 
-    Weiter diskutiert wurde auch, dass das Vereinsleben scheinbar bei den Jugendlichen nicht mehr den gleichen Stellenwert hat, wie vor einigen Jahren.
-    Das Freizeitangebot ist sehr gross und abwechslungsreich. Wie können die jungen Leute nun für die Musik begeistert werden?
-    Ab welchem Alter und in welchem Rahmen sollen die Jugendlichen in die Orchester integriert werden?
-    Wie können Musiklehrer mit einer Ablehnung gegen die Orchestermusik dafür begeistert werden?
-    Welche Zwecke erfüllen Ensembles / Jugendorchester und Instrumentenvorführungen?
-    Können die Orchester durch einen professionellen und zeitgerechten Auftritt nach Aussen die jungen Leute für das Instrument Akkordeon begeistern?
-    Was für einen Einfluss hat das traditionelle Image des Akkordeons?

Fazit: die Orchester müssen offen sein für Neues, stetig gute Kontakte suchen und diese vor allem auch pflegen.

Die Teilnehmer konnten auf einen sehr interessanten Workshop zurück schauen, welcher ihnen einen guten Einblick in die musikalische Jugendförderung gewährt hat. Es sind alle motiviert, die erhaltenen Ratschläge in die Tat umzusetzen. Ganz nach dem Motto von Jovita Tuor: Erfolg hat nur drei Buchstaben – TUN. Die Präsentation von Jovita Tuor steht auf www.asrz.ch zum Download bereit.
 
Vorstand Region Zentralschweiz


Fragerunde Nachwuchsworkshop
Bildlegende: links Jovita Tuor (Referentin), rechts Christian Besmer (Präsident ASRZ)

 

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